Kapitel 26 (Thema: Effi Briest)

Inhaltsangabe zum 26. Kapitel aus Effi Briest

Schnellübersicht
  • Effi ist nunmehr 5 Wochen auf Kur (6 sollen es insgesamt werden).
  • Kurz vor Effis Rückkehr fällt Annie auf dem Weg von der Schule hin und holt sich eine tiefe Wunde an der Stirn.
  • Auf der Suche nach einer Binde bricht Roswitha Effis Nähtisch auf. Sie holt einige Briefe heraus, findet aber keine Binde.
  • Innstetten kommt zurück. Er betrachtet die Verletzung als nicht sonderlich schlimm. Dann gibt es Essen.



1. Orte


  • Ems (der zweite von Effis beiden Kurorten)
  • Berlin, Wohnung Keithstraße (innen, Treppe vor dem Haus)
  • Berlin, Ministerium
  • Berlin, Schule (und Annies Weg von der Schule nach Hause)



2. Personen


  • weiblich Effi Briest
  • maennlich Baron Geert von Innstetten
  • weiblich Geheimrätin Zwicker
  • weiblich Roswitha
  • weiblich Johanna
  • weiblich Annie


werden erwähnt:

  • maennlich Roswithas Vater
  • maennlich Herr Gizicki
  • weiblich Gizickies Köchin
  • weiblich Annies Klassenlehrerin
  • maennlich Geheimrat/Doktor Rummschüttel
  • weiblich Tochter des Portiers (Lene)



3. Inhaltsangabe


Es ist mittlerweile die fünfte Woche von Effis Kur erreicht. Der Aufenthalt in Schwalbach und in Ems ist für sie angenehm, zumal sie sich mit ihrer Begleiterin, Frau Zwicker, gut versteht.

Auch zu Hause ist die Situation entspannt. Zwischen den beiden Bediensteten Johanna und Roswitha hat sich im Laufe der Zeit eine Art von Arbeitsteilung entwickelt: Roswitha ist vor allem für die gefühlvolle Erziehung von Annie zuständig, Johanna eher für das Beibringen der gesellschaftlichen Normen. Effis Tochter selbst hat im Laufe der Zeit eine Neigung dazu entwickelt, trotz ihres jungen Alters bereits die feine Dame zu spielen. Offensichtlich fühlt sie sich in Konventionen und Traditionen wohl.

Wenige Tage vor Effis Rückkehr laufen die Vorbereitungen für deren Ankunft bereits auf Hochtouren. Man streitet sich darüber, wie die Wohnung genau hergerichtet sein und wie genau man sie empfangen soll.

An einem dieser Tage kommt Annie mittags von der Schule zurück. Etwas übermütig rennt sie die Treppe vor dem Haus hoch, stürzt unglücklich, fällt dabei auf herumliegendes Werkzeug und holt sich auf diese Weise eine tiefe Wunde an der Stirn. Johanna und Roswitha überlegen panisch was nun zu tun sei. Sie erinnern sich daran, dass Effi in ihrem Nähtisch eine Binde liegen hat. Daher brechen sie den Deckel auf (es ist ein Schloss daran befestigt), holen alle möglichen Sachen heraus, darunter Briefe und alte Blumensträuße, und legen diese auf die nahe Fensterbank.

Die Binde finden sie zwar nicht, dafür kommt aber Innstetten von der Arbeit zurück. Er schaut sich die Wunde an und kommt zu dem Schluss, dass es nichts dramatisches sei. Es werde schon bald wieder verheilt sein.
Seiner Meinung nach kann man die Verletzung darauf zurückführen, dass Annie einfach zu „wild“ sei, genau wie ihre Mutter.
Innstetten fallen die Briefe auf der Fensterbank auf, die er sich aber zunächst noch nicht anschaut. Dann gibt es Essen.



4. wichtige Textstellen


Zitat: XXVI, über Johanna
[Johanna] durfte man nämlich nicht eigentlich korpulent nennen, sie war nur prall und drall und sah jederzeit mit einer eigenen, ihr übrigens durchaus kleidenden Siegermiene gradlinig und blauäugig über ihre Normalbüste fort. Von Haltung und Anstand getragen, lebte sie ganz in dem Hochgefühl, die Dienerin eines guten Hauses zu sein, wobei sie das Überlegenheitsbewußtsein über die halb bäuerisch gebliebene Roswitha in einem so hohen Maße hatte, daß sie, was gelegentlich vorkam, die momentan bevorzugte Stellung dieser nur belächelte.

Zitat: XXVI
Innstetten:

„Du bist so wild, Annie, das hast du von der Mama. Immer wie ein Wirbelwind. Aber dabei kommt nichts heraus oder höchstens so was.“
Und er wies auf die Wunde und gab ihr einen Kuß.

Kommentare (1)

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ArnoNuehm (Gast) #
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