erste Szene (Thema: Die Räuber)

Inhaltsangabe zur ersten Szene aus Friedrich Schillers Werk "Die Räuber"

Schnellübersicht
  • Franz Moor hält zunächst einen Monolog.
  • Franz Moor wird ungeduldig: Er will, dass sein Vater endlich stirbt, sodass er an das Erbe gelangt.
  • Franz plant, den natürlichen Sterbeprozess seines gebrechlichen und alten Vaters möglichst stark zu beschleunigen. Er will dazu den Weg über die Psyche gehen und überlegt, welche Emotion eine Nachricht hervorrufen müsste, um seinen Vater ausreichend stark zu schockieren und ihn so umzubringen (bzw. die letzte Lebenskraft zu rauben).
  • Die Emotionen Zorn, Sorge, Gram und Furcht empfindet er als unpassend, da sie nicht ausreichend stark oder zu langsam wirken. Er entscheidet sich daher für die Emotion Schreck/Schock, welche er mit "Reue" und "Jammer" sowie mit Erinnerungen an die Vergangenheit und dunkle Visionen für die Zukunft paaren will.
  • Eine Nachricht, die diese Emotionen hervorruft werde seinen Vater laut Franz ziemlich sicher umbringen. Da kein physischer Schaden entsteht (keine Gewaltanwendung, kein Gift) werde zudem niemand den Mord bemerken.
  • Hermann (ein Soldat) tritt auf. Aus dem Gespräch zwischen Hermann und Franz geht hervor, dass Hermann noch eine Rechnung mit dem alten Moor offen hat und dass Hermann ebenfalls Amalia von Edelreich begehrte (welche nun mit Karl Moor zusammen ist). Die Beziehung zwischen Hermann und Karl Moor sowie zwischen Hermann und dem alten Moor ist offenbar äußerst schlecht.
  • Franz kündigt Hermann an, dass dieser seine Rache sowie Amalia und eine stattliche Summe Geld als Belohnung bekommen könne, wenn er tut, was er (Franz) ihm sagt. Franz weist ihn an, sich zu verkleiden, sodass der alte Moor ihn nicht wiedererkennt. Er solle dann zu diesem gehen und behaupten, Karl sei gestorben. Franz gibt ihm Dokumente mit den genauen Anweisungen für seinen "Auftrag", dann geht Hermann.
  • Sobald Hermann weg ist macht Franz deutlich, dass er nicht plant, Amalia Hermann zu überlassen.



1. Fakten


1.1. Personen


  • maennlich Franz Moor
  • maennlich Hermann
  • maennlich der alte Moor (Vater von Franz und Karl) (nicht aktiv, wird nur erwähnt)
  • maennlich Karl Moor (nicht aktiv, wird nur erwähnt)
  • weiblich Amalia von Edelreich (nicht aktiv, wird nur erwähnt)
  • maennlich Doktor (Arzt des alten Moor) (nicht aktiv, wird nur erwähnt)

1.2. Ort


Im Zimmer von Franz Moor.


2. wichtige Textstellen


Zitat: II, 1
Franz Moor:

Soll sich mein hochfliegender Geist an den Schneckengang der Materie ketten lassen? (...) Ich möcht' ihn nicht gern getödtet, aber abgelebt. Ich möcht' es machen wie der gescheidte Arzt, nur umgekehrt.

Zitat: II, 1
Franz Moor:

So fall' ich, Streich auf Streich, Sturm auf Sturm, dieses zerbrechliche Leben an, bis den Furientrupp zuletzt schließt - die Verzweiflung! Triumph! Triumph! - Der Plan ist fertig - schwer und kunstvoll wie keiner - zuverlässig - sicher - denn (spöttisch) des Zergliederers Messer findet ja keine Spuren von Wunde oder corrosivischem Gift.

Zitat: II, 1
Franz Moor:

(...) ein schwankendes Gebäude braucht des Erdbebens nicht, um übern Haufen zu fallen - er wird die Nachricht nicht überleben (...)

Zitat: II, 1
Franz Moor:

(Allein.) Wenn der Ochse den Kornwagen in die Scheune gezogen hat, so muß er mit Heu vorlieb nehmen. Dir [Hermann] eine Stallmagd, und keine Amalia! (Geht ab.)

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