Daniel

Charakterisierung der Person Daniel aus Friedrich Schillers Werk "Die Räuber"

Schnellübersicht
  • Diener / Bediensteter der Familie Moor; im gehobenen Alter, vermutlich um die 60; hat bereits Karl als kleinen Jungen gekannt und großgezogen
  • ist: sehr treu/loyal, gutherzig, moralisch, sehr gläubig/religiös/fromm, bescheiden
  • sehnt sich während Franz' Herrschaft nach Karl und dem alten Moor zurück; hat Angst vor Franz
  • Erhält von Franz den Auftrag, Karl zu töten (als Franz bereits Herrscher ist, während Karl das Schloss besucht); willigt gegenüber Franz ein, tötet Karl aber nicht und erzählt diesem stattdessen von den Geschehnissen bzw. von den Intrigen, die Franz durchgeführt hat.
  • Sein Glaube verbietet es ihm, Karl zu töten. Dieser Schritt, Franz' Auftrag zu missachten und Karl aufzuklären, hat Franz' Untergang eingeläutet (später: Tod indirekt durch Karls Entscheidungen).
    Hätte er das Gegenteil getan, dann hätte Franz die totale Kontrolle erlangt (->keine Feinde mehr).
    => symbolisiert den Einfluss des Glaubens, deren positive moralische Auswirkungen, evt. teilweise auch den Einfluss von göttlichen Mächten
    => Während der Aufklärung hatte man eine ablehnende Haltung gegenüber der Religion (Rationalität), diese wirkt hier aber positiv -> Kritik an der Aufklärung -> typisch für Sturm und Drang
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