Schuld (Thema: Der Vorleser)

Schuld als Thema in "der Vorleser"

Schnellübersicht
  • Die Schuldfrage ist im Roman "der Vorleser" ein zentrales Thema.
  • Schuld Michaels (bzw. von ihm wahrgenommene Schuld):
    • moralische Schuld, da er sich zu Hanna sexuell hingezogen fühlt
    • Schuld, Hanna vor anderen Menschen verraten bzw. verleugnet zu haben.
    • Schuld, eine NS-Verbrecherin geliebt zu haben.
    • Schuld gegenüber seiner Tochter Julia durch die Scheidung.
  • Schuld Hannas:
    • Schuld für ihre Verbrechen in der NS-Zeit (erwähnt während des Gerichtsprozesses)
    • Schuld gegenüber Michael (Trennung, Eingehen einer Beziehung)
    • Hanna drückt zunächst ihre Schuld unbewusst aus (übertriebener Hang zur Sauberkeit).
    • Später nimmt sie ihre Schuld bewusst wahr.
  • kollektive Schuld:
    • Schuld der Tätergeneration für das Begehen der Verbrechen.
    • Schuld der Tätergeneration für die Duldung der Verbrecher in der Gesellschaft.
    • Anklage der Folgegeneration / Verurteilung für die Schuld -> Befreiung von der eigenen kollektiven Schuld als Folgegeneration
    • Laut Michael sind derartige Anklagen nur Ausdruck des Generationenkonfliktes.

1. Einleitung


Wikipedia schreibt zur Definition der Schuld (Quelle):

Zitat: Wikipedia (Artikel: Schuld)
Der Begriff Schuld bezeichnet einen abstrakten Zustand, in dem sich ein Individuum, eine Gruppe von Individuen (Kollektivschuld) oder eine Institution befinden kann. In den meisten Kulturen der Welt findet sich ein Konzept der Schuld.
(...)
Der Zustand der Schuld entsteht, wenn jemand für einen Verstoß gegenüber einer sittlichen, ethisch-moralischen oder gesetzlichen Wertvorstellung verantwortlich ist.

Im Roman "der Vorleser" ist die Schuldfrage ein wichtiges Thema - möglicherweise sogar das wichtigste. Sie wird immer wieder von Michael erwähnt und ist eng mit der NS-Vergangenheit von Hanna verknüpft. Die Schuld lässt sich aufteilen in die individuelle Schuld der Hauptpersonen, sowie in die Kollektivschuld der Täter- bzw. Elterngeneration und die Schuld der Folgegenerationen nach der NS-Zeit.


2. Individuelle Schuld: Michael


Zu Anfang des Romans fühlt sich Michael schuldig, gegen die gegebenen moralischen Vorstellungen zu verstoßen, da er sich zu Hanna hingezogen fühlt:
Zitat: S.20 (Mitte bis unten)
Die Bilder und Szenen, die ich träumte, waren nicht recht. (...)
Besonders unrecht
war, daß ich die Bilder und Szenen, wenn ich sie nicht passiv
träumte, aktiv phantasierte.

Zitat: S.21 (oben)
Ich erfuhr Tag um Tag, daß ich die sündigen Gedanken
nicht lassen konnte. Dann wollte ich auch die sündige Tat.

Nach Anfang der Beziehung fühlt er sich wiederum schuldig dafür, Hanna zu verraten, insbesondere nach deren plötzlichen Verschwinden (mit "verraten" meint Michael, nicht offen zu ihr gestanden zu haben).
Zitat: S.80 (unten)
In der einen kleinen
Situation bündelte sich für mich die Halbherzigkeit der
letzten Monate, aus der heraus ich sie verleugnet, verraten
hatte. Zur Strafe dafür war sie gegangen.

Später, nachdem er mehr über ihre Vergangenheit erfahren hat, fühlt sich Michael schuldig dafür, eine Verbrecherin geliebt zu haben.
Zitat: S.141 (unten)/S.142 (oben)
Das schlimmste waren die Träume,
in denen mich die harte, herrische, grausame Hanna sexuell
erregte und von denen ich in Sehnsucht, Scham und
Empörung aufwachte.

Zusätzliche Schuld spürt er darin, sich von seiner Frau zu scheiden. Er ist der Auffassung, dass er dadurch seiner Tochter das Recht auf eine intakte Beziehung nicht erfüllt und sich somit schuldig macht.
Zitat: S.165 (unten)
Und ich hatte das Gefühl, daß
das, was wir [er und seine Frau] ihr [seiner Tochter] verweigerten,
nicht nur ihr Wunsch war,
sondern daß sie ein Recht darauf hatte.
(...) und daß wir es [Recht vorbehalten] gemeinsam taten, hat die Schuld nicht
halbiert.


3. Individuelle Schuld: Hanna


Die individuelle Schuld Hannas ist maßgeblich von ihren Verbrechen in der NS-Zeit geprägt. So werden ihr bei der Gerichtsverhandlung unter anderem die Selektion in den Lagern, sowie unterlassene Hilfeleistung gegenüber den Gefangenen vorgeworfen.
Hanna ist sich dieser Schuld lange Zeit offensichtlich nicht vollends bewusst. Stattdessen existiert sie in ihrem Unterbewusstsein und stellt sich durch einen abnormalen Hang zu Reinlichkeit und Sauberkeit dar (ständiges Waschen, Duschen, Baden).
Erst während ihrer Zeit im Gefängnis und erst nachdem sie dort lesen und schreiben gelernt hat (Ausbruch aus der Unmündigkeit) wird sie fähig, ihre Schuld zu erkennen indem sie Literatur über die NS-Zeit studiert.
Zitat: S.187 (Mitte)
Hier im Gefängnis waren sie [die Toten] viel bei mir. Sie kamen jede
Nacht, ob ich sie haben wollte oder nicht.
Michael ist der Auffassung, dass diese Schuld nicht weit genug geht. Er meint, dass sich Hanna auch durch ihr Verhalten gegenüber ihm schuldig gemacht habe.
Zitat: S.190 (Mitte)
Nur die
Toten Rechenschaft fordern zu lassen, Schuld und Sühne
auf schlechten Schlaf und schlimme Träume reduzieren -
wo blieben da die Lebenden? (...) Wo blieb ich?


4. kollektive Schuld: Verbrechen der NS-Zeit


Auch die Verbrechen der NS-Zeit werden im Roman mehrmals im Hinblick auf die Schuldfrage behandelt. Dabei entstehen die Probleme
  • Wie schuldig sind die Folgegenerationen?
  • Wie (kollektiv) schuldig ist die Tätergeneration?
Für die Folgegeneration im Buch zu der auch Michael gehört sind die Eltern kollektiv zu beschuldigen. Dabei geht es um Fragen wie "Wie konntet ihr die Verbrechen zulassen ohne Widerstand zu leisten?" oder "Wie konntet ihr die NS-Verbrecher im Nachhinein innerhalb eurer Gesellschaft dulden?".
Von diesen kollektiven Schuldzuweisungen distanziert sich Michael aber später:
Zitat: S.162 (oben)
Der aufklärerische Eifer, in dem ich
seinerzeit als Teilnehmer des KZ-Seminars meinen Vater
zu Scham verurteilt hatte, war mir vergangen, peinlich geworden.
Er ist zu diesem Zeitpunkt außerdem der Auffassung, dass diese Schuldzuweisungen nicht in den Verbrechen der NS-Zeit wurzelten, sondern vielmehr schlichtweg im Generationenkonflikt. Die Generation der Kinder versuchte sich also von ihrer Elterngeneration loszulösen und verwendete dafür die Schuldzuweisung.
Zitat: S.161 (oben)
Manchmal denke ich, daß die Auseinandersetzung
mit der nationalsozialistischen Vergangenheit nicht der
Grund, sondern nur der Ausdruck des Generationenkonflikts war (...)

Kommentare (28)

Von neu nach alt
Ich hab ein breites Maul und kann 3 Würste gleichzeitig Schlucken jaaaaaaaaaaa. SChleck ma üüüüüül. Melde dich,BÖSE.Melde dich, BÖSE. B b b b b b BÖSE
Hurentochter Von Julia Roberts (Gast) #
Ich bin 21 und männlich. Ich liebe alte Männer. Ich lutsche gerne ihre Eier und Nippel. Ficken tue ich sie hart überall hin ins Ohr oder ins Penisloch, egal. ICH STEH DRAUF. Ich liebe es auch, wenn man mir mit dem dicken Donnereuter eins überzeiht und mir alte Leute eine Gabel in mein Penisloch mit Quellhoden steckt.
LASS TREFFEN!!
Kacki (Gast) #
Hallo, mein Name sollte ja klar sein (steht unten), ich bin 78 jahre alt und suche jemanden der mir so richtig geil die Eier kraulen kann. Ich liebe es, wenn mir jemand richtig hart in die Eier tritt!
Dicker Uschi (Gast) #
du auch? lass mal treffen und spiele spielen.

ich bringe auch die analstöpsel mit :DDDDDDD
Ficki ficki slim shady (Gast) #
du auch? lass mal treffen und spiele spielen.

ich bringe auch die analstöpsel mit :DDDDDDD
Ficki ficki slim shady (Gast) #
Ich bevorzuge harte Eier
Willma Eykrowln (Gast) #
Ich bevorzuge Anal
Der Anuskitzler (Gast) #
Ob du behindert bist?
sevenBug (Gast) #
was geht
ArnoNuehm (Gast) #
Diese Gut
ArnoNuehm (Gast) #