erste Szene (Thema: Kabale und Liebe)

Inhaltsangabe zur ersten Szene des fünften Akts aus "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller

Schnellübersicht
  • Die Szene spielt bei den Millers zu Hause. Luise sitzt im Dunkeln. Ihr Vater kommt herein und bemerkt sie erst kurze Zeit später.
  • Herr Miller wundert sich darüber, dass Luise im Dunkeln sitzt. Luise redet von der Ewigkeit, von Tod und Verwesung. Sie glaubt, dass ihr Kampf nun zu Ende sei.
  • Luise redet über den Eid. Es sei töricht gewesen zu glauben, dass sie dieser zum Schweigen bringe. Der Eid binde sie zwar als Lebende, aber nicht als Tote. Sie hat daher einen Brief geschrieben, den ihr Vater nach ihrem Tod überbringen soll.
  • Der Vater liest den Brief. Er ist an Ferdinand gerichtet und beschreibt diesem den Eid. Er ermuntert ihn zum Selbstmord, damit sie sich an einem besseren, "dritten Ort" wiedertreffen, also im Jenseits.
  • Der Vater ist erschrocken darüber. Luise aber beschreibt den Tod in bildreicher Sprache als etwas schönes, angenehmes.
  • Der Vater bezeichnet den geplanten Selbstmord als die schlimmste Sünde, die sie je begehen könne. Wenn sie dann auch noch Gott um Erbarmen bitte, würde sie diesen verspotten. Sehr wahrscheinlich werde sie diese Erbarmung nicht erhalten.
  • Außerdem sei sie auch alles, was er habe - durch ihren Tod würde sie ihm dementsprechend auch alles nehmen.
  • Er könne sie trotzdem nicht davor zurückhalten - nur davor warnen. Er geht daraufhin los und holt einen Dolch. Diesen solle sie sich ins Herz stoßen, wenn ihr mehr am Major liege als an ihrem Vater. Sie kann sich aber nicht dazu überwinden dies zu tun.
  • Ihr Vater ist entsprechend erfreut und dankbar. Luise bittet ihn, die Stadt mit ihr zu verlassen. Er stimmt zu.


1. Ort


Millers Haus



2. Personen


  • maennlich Herr Miller
  • weiblich Luise
  • maennlich Ferdinand (wird nur erwähnt)


3. wichtige Textstellen


Zitat: V, 1
Luise:

Ich hab' einen harten Kampf gekämpft. (...) Gott gab mir Kraft. Der Kampf ist entschieden. (...) Vor einer Spinne schütteln wir [Frauen] uns, aber das schwarze Ungeheuer Verwesung drücken wir im Spaß in die Arme.

Zitat: V, 1 (Luise über den Tod)
Luise:

[er ist] ein stiller, dienstbarer Genius, der der erschöpften Pilgerin Seele den Arm bietet über den Graben der Zeit, das Feenschloß der ewigen Herrlichkeit aufschließt, freundlich nickt und verschwindet.

Zitat: V, 1
Herr Miller:

Du willst eigenmächtig Hand an dich legen.


Luise:

Nenn' Er es nicht so, mein Vater. Eine Gesellschaft räumen, wo ich nicht wohl gelitten bin - an einen Ort vorausspringen, den ich nicht länger missen kann - ist denn das Sünde?

Kommentare (7)

Von neu nach alt
Die Mutter ist doch in einem Arbeitshaus. Der Vater wurde, denke ich, freigelassen, weil Louise sich an ihre Abmachung ja gehalten hat und den Brief geschrieben und unterzeichnet hat. Wieso die Mutter jedoch nicht freigelassen wird, das ist mir ebenfalls ein Rätsel, genau wie euch. Oder weiß jemand genaueres?
Ferdinand (Gast) #
Luise musste ihren Liebesbrief an den Hofmarschall schreiben, weil Wurm ihr gedroht hatte ihre Eltern hinrichten zu lassen, falls sie dies nicht tue. Danach schwört sie einen Eid also benötigt Wurm ihren Vater als Druckmittel. Über den verbleib ihrer Mutter weiß ich auch nicht.
Dichter als Goethe (Gast) #
das gesamte werk ergibt keinen sinn wieso dann diese stelle
gast (Gast) #
die wurde doch gefangen genommen oder?

aber der vater doch eigentlich auch wieso kann der da jetzt wieder da sein?
ArnoNuehm (Gast) #
ich habs gelesen und weiss es auch nicht.
asdasdf (Gast) #
Ich hab das Buch nicht gelesen, deehalb verstehe ich nicht wo jetzt Luises Mutter abgeblieben ist??

Könnte das bitte noch ergänzt werden?
EhrlicheNeugier (Gast) #
Schau Dir mal Ort und Personen an.
Arno Nühm (Gast) #