siebte Szene (Thema: Kabale und Liebe)

Inhaltsangabe zur siebten Szene des vierten Akts aus "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller

Schnellübersicht
  • Luise und Lady Milford sprechen nun miteinander.
  • Lady Milford stellt zu Anfang einige Fragen und mustert sie über einen Spiegel (sie hat ihr zunächst den Rücken zugewendet). Über diesen Weg kommt sie zu dem Schluss, dass Luise (ihrer Meinung nach) nicht sonderlich hübsch und ein Trotzkopf genauso wie Ferdinand sei. Außerdem gibt Luise an, dass sie 16 Jahre alt ist.
  • Lady Milford erzählt ihr, dass Sophie bald heiraten werde und Luise dann ihre Stelle einnehmen könnte. Offensichtlich glaubt sie, dass sie Ferdinand dann bewegen könnte, die Heirat mit ihr zu akzeptieren (da er die Beziehung mit Luise heimlich aufrecht erhalten könnte). Sie ist der Auffassung, dass diese Beziehung aufgrund von Luises jungem Alter ohnehin bald zerbrechen werde.
  • Luise will Sophies Position nicht einnehmen.
  • Lady Milford ist geradezu empört über Luises Ablehnung. Sie weist sie darauf hin, dass ihre Beziehung nicht ewig halten werde und ihr Liebhaber ihr nur leere Schwärmereien über ihre Schönheit erzähle. Früher oder später müsse sie normale bürgerliche Arbeit erledigen - zumindest, wenn sie Lady Milfords Angebot nicht annehme.
  • Luise zweifelt daran, dass Lady Milford Luises Anblick auf Dauer ertragen könnte. Sie wäre zweifelsohne wesentlich glücklicher als Lady Milford.
  • Lady Milford droht ihr: Falls es da "etwas anderes" gebe, was Luise dazu bewegt, so beharrlich alle Vorschläge abzulehnen, müsste Luise mit entsprechenden Konsequenzen rechnen (eigentlich weiß Lady Milford aber längst von der Beziehung zwischen Luise und Ferdinand und will Luise nur Angst machen).
  • Luise hält aber Stand. Lady Milfords Drohungen schüchtern sie nicht ein, da ihr Leid ohnehin schon zu groß sei. Sie wolle nun nicht, dass Lady Milford sich zu ihrer "Retterin" aufspiele und sie aufs neue an ihr Unglück erinnere. Sie wolle nun lieber ihre Ruhe haben.
  • Danach schwenkt Luise um und fragt Lady Milford, ob diese denn wirklich glücklich sei. Lady Milford erwähnt, dass jemand anders Luise diese "Größe" beigebracht haben muss.
  • Luise deutet an, dass sie bereits ahnt, dass Lady Milford von der Beziehung weiß. Lady Milford gibt dies schließlich zu. Sie verfällt in tiefe Wut und droht Luise aufs neue: Wenn sie schon nicht mit Ferdinand glücklich werden soll, dann soll es Luise auch nicht werden.
  • Aufs neue hält Luise stand und Lady Milford beruhigt sich wieder. Schließlich versucht sie, Luise mit Geld zu bestechen und so ihre Beziehung aufzugeben.
  • Schließlich gibt Luise nach. Sie will Ferdinand freiwillig loslassen - ohne irgendwelche Begünstigungen oder irgendwelches Geld dafür zu bekommen. Gott werde aber keinen Segen für eine Heirat zwischen Ferdinand und Lady Milford geben. Anschließend kündigt Luise ihren Selbstmord an - er soll wie ein Schatten über der Heirat liegen.


1. Ort


In einem prächtigen Saal bei Lady Milford.


2. Personen


  • weiblich Lady Milford
  • weiblich Luise
  • maennlich Ferdinand (wird nur erwähnt)
  • weiblich Sophie (wird nur erwähnt)


3. wichtige Textstellen


Zitat: IV, 7
Lady Milford:

Oder glaubt Sie vielleicht, (..) [die Liebe] werde nimmer ein Ende nehmen? (...) Diese Wangen sind nicht im Feuer vergoldet. Was dir dein Spiegel für massiv und ewig verkauft, ist nur ein dünner, angeflogener Goldschaum, der deinem Anbeter über kurz oder lang in der Hand bleiben muß - Was werden wir dann machen?

Zitat: IV, 7
Lady Milford:

Ihr guten Kinder glaubt (..) [dem Spiegel] nur, was euch (...) [euer Geliebter] gesagt hat, hüpft von einem zum andern, bis ihr zuletzt die Aussagen beider verwechselt (...)

Zitat: IV, 7
Luise:

Ich war so eben im Begriff, diesen prächtig blitzenden Rubin zu beweinen, der es nicht wissen muß, daß seine Besitzerin so scharf wider Eitelkeit eifert.

Zitat: IV, 7 (Luise nachdem Lady Milford ihr gedroht hat)
Luise:

Und wenn Ihr verächtlicher Fersenstoß den beleidigten Wurm aufweckte, dem sein Schöpfer gegen Mißhandlung noch einen Stachel gab?

Zitat: IV, 7
Luise:

Ich fürchte Ihre Rache nicht, Lady - Die arme Sünderin auf dem berüchtigten Henkerstuhl lacht zum Weltuntergang. Mein Elend ist so hoch gestiegen, daß selbst Aufrichtigkeit es nicht mehr vergrößern kann.

Zitat: IV, 7
Luise:

Wie kommt es, Milady, daß Ihr gepriesenes Glück das Elend so gern um Neid und Bewunderung anbettelt? - Hat Ihre Wonne die Verzweiflung so nöthig zur Folie?

Zitat: IV, 7
Lady Milford:

Ich kann nicht mit (..) [Ferdinand] glücklich werden - aber du sollst es auch nicht werden - Wisse das, Elende! Seligkeit zerstören ist auch Seligkeit.

Zitat: IV, 7
Luise:

Lady! ins Ohr des Allwissenden schreit auch der letzte Krampf des zertretenen Wurms - Es wird ihm nicht gleichgültig sein, wenn man Seelen in seinen Händen mordet! Jetzt ist er Ihnen! (...) Reißen Sie ihn zum Altar - Nur vergessen Sie nicht, daß zwischen Ihren Brautkuß das Gespenst einer Selbstmörderin stürzen wird (...)

Kommentare (17)

Von neu nach alt
My oranges hurt
Donat Trumpf (Gast) #
Obama?
JoeBiden (Gast) #
Live long and Prosper.
P.S Das ist ein Drama und kein Buch
LeonardNimoy (Gast) #
Warum können wir nicht HArry Potter lesen. Was fürn zeugs. Gez.: lord valdemaart
ArnoNuehm (Gast) #
Das Buch regt mich so auf.
ArnoNuehm (Gast) #
Das Ding ist dass die Lady ja einsieht dass sie sich moralisch falsch verhalten hat und Luise Sie mit ihrer Gelassenheit aus der Fassung gebracht und die Lady sich selbst hinterfragt hat (im folgenden verlässt die lady den Hof)
ArnoNuehm (Gast) #
Ich mag Katzen.
Meow.
SebastianMichealis (Gast) #
WM ohne Türkei, das ist wie Kühlschrank ohne Ei!
Buddy Ogün (Gast) #
hahahahahaha
ArnoNuehm (Gast) #
*im zweiten Akt
ArnoNuehm (Gast) #