zweite Szene (Thema: Kabale und Liebe)

Inhaltsangabe zur zweiten Szene des zweiten Akts aus "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller

Schnellübersicht
  • Zu Lady Milford und Sophie kommt nun ein Kammerdiener des Fürsten hinzu. Er bringt wertvolle Juwelen als Geschenk des Fürsten zur Heirat mit.
  • Lady Milford will wissen, wie der Fürst die teuren Juwelen bezahlt hat.
  • Der Kammerdiener erzählt, dass der Fürst 7000 Männer als Soldaten verkauft hat, die nun nach Amerika reisen. Wer, als die Leute zusammengetrommelt wurden, lästige Fragen gestellt bzw. protestiert hat, wurde erschossen. Auch einige seiner eigenen Söhne seien nun nach Amerika unterwegs. Trotzdem beschreibt er das Zusammenrufen der Männer als herrlich. Kurz darauf geht er.
  • Lady Milford will die Edelsteine nicht behalten, da sie mit Blut erkauft wurden. Sie beschließt daher, die Steine verkaufen zu lassen und den Gewinn an 400 Leute zu verteilen, die bei einem Brand ihre Häuser verloren haben. Diese müssten nun entweder als Sklaven für ihre Gläubiger arbeiten, oder in den Silberminen des Fürsten unter unmenschlichen Bedingungen schuften.
  • Sophie protestiert gegen den Verkauf. Lady Milford lässt sich aber nicht beirren.
  • Ein Bediensteter kündigt an, dass Ferdinand nun da sei. Lady Milford erblasst und wird aufgeregt.


1. Ort


Ein Saal im Palais von Lady Milford.


2. Personen


  • weiblich Lady Milford
  • weiblich Sophie (Kammerdienerin)
  • maennlich Kammerdiener des Fürsten
  • maennlich Bediensteter
  • maennlich Ferdinand von Walter (wird nur erwähnt)
  • maennlich Fürst (wird nur erwähnt)


3. wichtige Textstellen


Zitat: II, 2
Kammerdiener des Fürsten:

Aber unser gnädigster Landesherr ließ alle Regimenter auf dem Paradeplatz aufmarschieren und die Maulaffen niederschießen. Wir hörten die Büchsen knallen, sahen ihr Gehirn auf das Pflaster spritzen, und die ganze Armee schrie: Juchhe! nach Amerika! -

Zitat: II, 2 (über das Zusammentreiben der Männer, die als Soldaten verkauft wurden)
Kammerdiener des Fürsten:

Die Herrlichkeit hättet ihr doch nicht versäumen sollen, wie uns die gellenden Trommeln verkündigten, es ist Zeit, und heulende Waisen dort einen lebendigen Vater verfolgten, und hier eine wüthende Mutter lief, ihr saugendes Kind an Bajonetten zu spießen, und wie man Bräutigam und Braut mit Säbelhieben auseinander riß, (...)

Zitat: II, 2
Lady Milford (steht auf, heftig bewegt):

Weg mit diesen Steinen - sie blitzen Höllenflammen in mein Herz.

Kommentare (8)

Von neu nach alt
Danke für die Zusammenfassung! Jetzt muss ich nicht nochmal das ganze Buch durchlesen (was eine halbe Stunde pro Seite dauert :))
Anonym (Gast) #
gibt es hier irgendwo auch eine formanalyse?
ArnoNuehm (Gast) #
Viel dank dafür dass ich das scheiss buch nicht lesen muss
ArnoNuehm (Gast) #
Kannst du mir sagen welche charakterischen Eigenschaften der Kammerdiener, Lady, Sophie und der Bediensteter haben? Es ist sehr wichtig. Herzlichen Dank schon mal!
ArnoNuehm (Gast) #
Ich danke dem Verfasser dieser Seite dass ich das behinderte Buch nicht lesen muss! Du bist mein Held! Mögen alle deine Träume und Wünsche in Erfüllung gehen :)
ArnoNuehm (Gast) #
Danke das es die seite gibt dann muss ich den scheiß nicht lesen
ArnoNuehm (Gast) #
In der Szene wirkt er nicht gerade mit der Ironie vertraut.. und es gibt auch keine Andeutungen dafür. Ist vermutlich einfach eine Interpretationssache...
ArnoNuehm (Gast) #
"Trotzdem beschreibt er das Zusammenrufen der Männer als herrlich."
Das ist Ironie. Der Kammerdiener ist zutiefst verletzt über die Machtausnutzung des Adels.
ArnoNuehm (Gast) #